Das toys2masters Finale 2013 – Von toys und masters

Toys to Masters. Dieses Jahr passt der Name des renomierten Bandwettbewerbs wie Deckel auf Eimer. Die Gewinner des mitreißenden Finales, The Fläsh, sind im Durchschnitt gerade mal 16,5 Jahre alt und haben neben dem Hauptpreis auch den Master of Guitar, den Master of Vocal und den Master of Drums abgeräumt.

Die anderen, allen voran die zweitplatzierte Band Querformat, waren keineswegs schlechter als die Gewinner. Man kann das nur so deuten, dass die zum Teil schon deutlich älteren Bands in vielen Bereichen schon Master sind. Das ist ein schwacher Trost, macht aber deutlich, was für ein hochklassiges Finale wir gestern im Bonner Brückenforum gesehen haben.


Mehr Fotos von Marc John und Andreas Rüther ganz unten auf dieser Seite.

Wo ist Jan? hatten die etwas undankbare Aufgabe den Abend zu eröffnen. Oder eher den späten Nachmittag, die Show begann nämlich schon um 17 Uhr. Trotzdem war der Saal schon gut gefüllt, die Band lieferte routiniert ihr Set ab und schaffte es, die Stimmung anzuheizen.

Weiter ging es mit „funky fresh and so good looking“, Makeda, der einzigen Frau im Finale und gleichzeitig Frontfrau von Steal a Taxi. Die toys2masters Veteranin ist mit ihrer Band zum dritten Mal dabei und zum ersten Mal im Finale. Der Master of Vocal war reserviert für sie, keine Frage. Dass sie ihn nicht bekommen hat, kann nur daran liegen, dass sie schon Master of Vocal ist. Der Gutschein für ein professionelles Coaching, der mit dem Preis verbunden ist, hätte daran nichts geändert, so die einzig mögliche Erklärung. Ein schwacher Trost.

Zum ersten Mal an diesem Abend wurde es grün, zwei weitere Male sollten folgen. Pogo, feiern und schunkeln streng U18 – das könnte das Motto sein von The Fläsh, die bei jedem Auftritt auf eine solide Fanbase setzen können. Einzig die Hammond Orgel passt nicht so ganz zum jugendlich frischen Auftritt. Aber vielleicht ist es genau die Mischung aus abgehangenen Rock Elementen und dem frischen Elan, die diese Band so besonders macht.

Und dann: Das Licht geht aus, ein Saxophon füllt den Saal, Gänsehaut. Keys, perfekt arrangierte Synthesizer, ein bisschen 80er, ein bisschen Deutsch Rock. Das kann nicht jeder, diese Jungs schon. Querformat im Tiefenrausch. Es bleibt der zweite Platz und der Master of Songs für ihren Song Angekommen. Neben dem schwachen Trost für den zweiten Platz, können sich die vier nun zumindest auf eine professionelle Aufnahme im Tonstudio freuen.

Finky Hollow sind die späteren sechst Platzierten. Das klingt ein bisschen nach Verlierer, ist aber einzig der Tatsache geschuldet, dass in einem Bandwettbewerb alle Plätze vergeben werden müssen. Eine Mischung aus Funk, Rap-Einlagen und ohrwurmverdächtigen  Melodien sind definitiv ein Alleinstellungsmerkmal. Während ihrem Auftritt ging der gesamte Saal in die Hocke, klasse Effekt, vor allem wenn wirklich alle mitmachen!

Und als hätte der Abend nicht schon genug hergegeben: Als letztes betrat Ijaz Ali, der erste Solokünstler, der je in einem toys2masters Finale aufgetreten ist, die Bühne. Er nimmt den dritten Platz mit nach Hause. Nicht erst seit gestern wissen wir, dass es in Hennef einen Singer/Songwriter gibt, der im Handstreich die Herzen der Zuschauer für sich gewinnen kann. Das klingt ein bisschen kitschig, aber genauso ist es.

Vor der Preisverleihung wird es zum zweiten Mal grün, besser gesagt GReeeN. Der ehemalige Rapper von dieZwei ist vor allem denen ein Begriff, die sich in der virtuellen Rap Szene auskennen. Neben Tipps für die Bands im Bereich social media brachte er als letzter Act des Tages die wartende Menge noch einmal in Wallung. Ein gelungener Gastauftritt des letztjährigen Teilnehmers von toys2masters.

Und dann folgt all das, womit wohl niemand gerechnet hat. Nachdem der Sänger und Gitarrist von The Fläsh, Lukas Keil, zweimal hintereinander zur Preisvergabe gebeten wird, folgt auch noch Drummer Uli Spittel. Als dann nur noch The Fläsh und Querformat auf der Bühne stehen, ist die Spannung kaum noch auszuhalten. Mächtig stolz verkündet Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch den Gewinner und die Freude der vier Jungs in grün kennt kein Halten mehr.

Mehr über die Gewinner und über das Finale erfahrt ihr am 18.12. auf bonnfm, dort gibt es von 18-20 Uhr eine ausführliche Berichterstattung mit zahlreichen Stimmen von der Jury, Fans und natürlich den Bands. Interessant werden vor allem die Stimmen aus der Jury sein. Noch im Halbfinale hat Querformat den Jurypreis geholt. Nun ist die schlechte Jurybewertung Grund für den zweiten Platz der Band.

Die genauen Ergebnisse des toys2masters Finale 2013 gibt es hier.

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1 Comment on "Das toys2masters Finale 2013 – Von toys und masters"

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Monika Plebs
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Hallo, ich muß hier mal was los werden: Auf das Finale und die Entscheidung des -toys2masters 2013- war ich sehr gespannt. Schließlich hat man ja lange mitgefiebert, den Wettbewerb verfolgt (soweit möglich), tolle Musik gehört von engagierten, talentierten, jungen Menschen und im Laufe dessen seine Favoriten ausgemacht. Es hat sehr viel Spaß gemacht, danke an alle Teilnehmer. Gratulation an alle die es bis ins Finale geschafft haben, Ihr seid alle Sieger. Bei mir (und vielleicht auch bei anderen Fans des Wettbewerbs, falls es denn überhaupt jemandem aufgefallen ist) hat der Abschluß dieses Wettbewerbs durch die Preisvergabe jedoch leider einen leicht… Read more »
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